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Während die Dauerausstellung des Historischen Museums und der Rundgang durch das Schloss sich horizontal erschließen, baut sich das Museum der Natur vertikal auf: Im Erdgeschoss befinden sich die touristischen Highlights, die Ausstellung zu den Ursaurierfunden in Tambach-Dietharz und zur Naturregion des Thüringer Waldes. Zugleich bilden diese Ausstellungsflächen an pointierter Lage ein Werbeschild für Thüringen und für die musealen Einrichtungen in Friedenstein. Der kulturell interessierte Schlossbesucher wird auf die Besonderheiten und Schönheiten der Naturregion Thüringen aufmerksam gemacht und soll zu einem Museumsbesuch animiert werden, der Naturfreund unter den Touristen wird nun seinerseits leichter den Zugang zu den übrigen kulturellen Sensationen finden.
Dieses Konzept setzt sich fort in der zweiten Etage, wo die historischen Sammlungen des Museums der Natur in Form eines barocken Naturalienkabinetts präsentiert werden: Auch hier mischen sich naturkundliche und kulturelle Interessen: Das Kabinett ist Teil des Museums der Natur wie es zugleich Teil des Schlossrundgangs ist.
In der dritten Etage dann folgt die zoologische Abteilung, die sich vor allem mit einem ansprechenden, kinderfreundlichen Konzept an den Besucher der Region wendet. Diese Ausstellung "Tiere im Turm" wurde im Dezember 2010 eröffnet.
Insgesamt stehen dem Museum der Natur damit 1.700 qm zur Verfügung; zusätzlich können im Sonderausstellungsbereich im Nordflügel 400 qm in Anspruch genommen werden. Im „Herzoglichen Museum“, das bis Dezember 2010 das Museum der Natur beheimatete, betrug die Ausstellungsfläche 1.500 qm. Tatsächlich ergibt sich also durch den Umzug des Museums der Natur nicht nur eine touristisch ansprechende, erlebnisorientierte Situation für den Besucher, sondern auch ein realer Flächengewinn.



