Autorinnenlesung mit Anke Engelmann zu ihrem Roman „Blender“
Herzogliches Museum, Skulpturensaal
Lesung
16 - 18 Uhr
Moderation: Romy Gehrke (MDR),
Verlag: Voland & Quist, 2026
Eintritt: 12 Euro, ermäßigt 6 Euro, Kinder unter 13 Jahren frei
Eine Anmeldung wird empfohlen: service@friedenstein-stiftung.de
„Kunstfälscher rettet Gothaer Liebespaar“: Was es mit dieser Schlagzeile auf sich hat, erfährt man in Anke Engelmanns Roman „Blender“. Darin erzählt Hannes Bohn sein Leben, ein Kleinkrimineller mit großer Begabung, der in der DDR eine steile Karriere zum Kunstfälscher gemacht hat. Während seiner Ausbildung auf Schloss Friedenstein in Gotha traf Bohn eine Entscheidung, die seinen Lebensweg nachhaltig beeinflusste und die das berühmte Renaissance-Gemälde vor dem Ausver-kauf in den Westen bewahrt hat.
Bewahrt haben könnte. Denn Hannes Bohn ist ein Aufschneider, der sich die Realität gern zurechtbiegt. „Blender“ ist ein facettenreicher Abenteuer- und Schelmen-roman, der sich zwischen Wahrheit und Lüge, Fiktion und Bekenntnis bewegt. Er ent-hält eine Fülle von Anspielungen auf eine Wirklichkeit, die es so vielleicht nie gegeben hat. Doch hat er einen wahren Kern? Dieser Frage geht die MDR-Journalistin Romy Gehrke, die sich ebenfalls intensiv mit dem Gothaer Liebespaar beschäftigt hat, im Ge-spräch mit der Autorin nach. Dabei werden überraschende Parallelen und Hintergründe sichtbar.
Anke Engelmann stellt ihr Buch im Begleitprogramm zur Rembrandt-Ausstellung im Herzoglichen Museum vor. Der Rahmen könnte kaum passender und aktueller sein, denn vor kurzem haben Experten auch im Werk Rembrandts die Diskussion um Original und Fälschung neu entfacht.
Anke Engelmann lebt in Weimar und betreibt dort das „Büro für angewandte Poesie“. Neben ihrer Arbeit als Autorin ist sie Lektorin und unterrichtet Kreatives Schreiben und Alphabetisierung.